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Das große Hebelfest 2010 wirft Schatten voraus

   

Hausen plant zwei große Festumzüge /
Bürgermeister Bühler ruft Bürger, Vereine und Nachbarorte zum Mitwirken auf

    Seit 1860 feiert Hausen den Geburtstag von Johann Peter Hebel, der hier seine Kindheit verbrachte. Alle 25 Jahre ist Großes Hebelfest: 2010 ist es wieder so weit: es wird der 250. Geburtstag des Dichters gefeiert. Bürgermeister Bühler gab den aktuellen Stand der Dinge in einer Info-Veranstaltung bekannt.

Zum Festprogramm 2010 gehören unter anderem ein Sonntagsgottesdienst mit dem evangelischen Landesbischof, die Verleihung des Hebelpreises und eine Lesung mit dem Hebelplakettenträger. Die Vereine können an verschiedenen Stationen im Dorf wirten.
Gemeinde und Vereine sind stark eingespannt in Vorbereitung, Organisation und Mitgestaltung des Festes, so werden für die Bewirtung im großen Festzelt bei der Sport- und Festhalle voraussichtlich keine Kapazitäten frei sein. Dies wird deshalb eine Cateringfirma übernehmen.
Die Arbeitsgruppen zur Festvorbereitung werden nach dem diesjährigen Hebelfest gebildet.

Wie bei früheren Jubiläen sind zwei große Festumzüge geplant:
am Sonntag und Montag, am 9. und 10. Mai 2010.
Vereine und Gruppen aus Hausen und Umgebung, die bereits an den großen Festumzügen 1985 mitwirkten, werden angeschrieben, ebenso Trachtengruppen, -kapellen sowie alle deutschsprachigen Gemeinden mit Namen Hausen. Damals erinnerten viele liebevoll ausgestattete Wagen an frühere Berufszweige in der Region, darunter Hammerschmiede, Weber, Flößer, Färber und eine Wagengruppe "Von der Saat bis zum Brot". 57 Gruppen hatten sich beteiligt, darunter Teilnehmer aus Hausen, den Landkreisen Lörrach und Waldshut, aus St. Louis, Berlin, dem Hunsrück und insgesamt fünf Gemeinden namens Hausen.



Zum Hebelfest 2010 stellte Bühler fest: "Wir werden wohl die letzte Generation sein, die so etwas noch auf die Beine stellen kann". Es sei damit zu rechnen, dass bis 2035 die meisten historischen landwirtschaftlichen Geräte und Werkzeuge verrottet sein würden. Bereits jetzt zeigt sich das Fortschreiten der Zeit: während 1985 zahlreiche Pferde-, Ochsen- und Kuhgespanne zur historischen Atmosphäre beitrugen, wird man 2010 auf diesen Anblick weitgehend verzichten müssen - es gibt in Hausen keine Fuhrmänner mehr und kaum noch Gespanne, zudem sind die Sicherheitsvorschriften bei Umzügen erheblich verschärft worden. Mietkutschen und -gespanne sind sehr kostspielig, so werden wohl Traktoren u. ä. zum Einsatz kommen. Für das nötige Fachwissen über Umzugswagen werde man sich mit Fasnachtscliquen aus der Umgebung kurz schließen.

Etliche damalige Gruppen, etwa das Hausener Streichorchester, existieren heute nicht mehr, einst selbständige Gemeinden sind heute Teilorte größerer Kommunen. Dafür jedoch gibt es heute zwei benachbarte Textilmuseen samt ihrem Fundus und ihren Fachleuten, diese werden um Teilnahme gebeten. In Hausen selbst gibt es glücklicherweise einen großen Fundus an Trachten und historischer Arbeitskleidung, bei Bedarf würde Erika Schmidt einen Trachtennähkurs anbieten. Aus dem Nachlass des Ehrenbürgers Walter Arzet stehen zudem etliche historische Gerätschaften und Werkzeuge zur Verfügung.

Bürgermeister Bühler zum Schluss:
"Machen Sie mit beim großen Hebelfest, motivieren Sie Ihre Vereinsmitglieder, Nachbarn, Freunde und Bekannte!"
   
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Nach einem Bericht der BZ: Original-Text und Foto: Silke Hartenstein

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