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Schatzkästlein: Hebeldank an Dieter Andreas Walz, Rektor der Grund- und Hauptschule Hausen i. W. |
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![]() Dieter Andreas Walz erhielt vom Hebelbundpräsidenten Hans-J. Schmidt (links) den Hebeldank. Mit auf der Bühne: 2 seiner Schülerinnen in Hebeltracht. Eingebettet war die Übergabe des Schatzkästlein im Burghof in einen stimmungsvollen Abend rund um den großen Dichter Hebel. Hebel sei ein Literat, der stets versuchte, Verstehensbrücken zwischen den Völkern zu bauen, so der Präsident des Hebelbundes, Hans-J. Schmidt. Hebel und die Völkerverständigung war auch das Thema des Abends, der frühlingshaft swingend von der Jazz-Gruppe des Gymnasiums Schopfheim umrahmt wurde. Schmidt hob das kosmopolitische Denken Hebels hervor, seine Menschenfreundlichkeit, seine gleichzeitige Verwurzelung in der Heimat. In Hebels Geschichten geschieht Völkerverständigung, so Schmidt, und das mit typisch heiterer Ernsthaftigkeit. Das Miteinander der Völker und Kulturen ist ein hoch aktuelles Thema. Dies betonte auch Oberbürgermeisterin Gudrun Heute-Bluhm in ihrem Grußwort. Und so war es doch erstaunlich und bedauerlich, dass angesichts dieser Aktualität beim Schatzkästlein die Reihen im Burghof nicht voll besetzt waren. Professor Georg Kreis, Leiter des Europa-Instituts der Uni Basel, wusste in seinem Festvortrag das Thema Hebel und die Völkerverständigung zu vertiefen, ersparte dabei auch nicht einige unbequeme Hebel-Sätze, in denen dieser - zeittypisch - für heutige Maßstäbe allzu kritisch-harte Sätze formuliert und sich beispielsweise als Befürworter der Todesstrafe outet. Hebel war ein Menschenfreund, aber nicht unbedingt ein Pazifist nach heutigen Vorstellungen. Eingebettet in Kreis' Vortrag wurden drei Hebel-Geschichten gelesen (Der kluge Richter, Suwarow, Etwas aus der Türkei). Hier zeige sich, so Kreis, eine wichtige Botschaft Hebels: DEN Morgenländer, DEN Türken, gibt es nicht. Was wollen wir mehr? Das ist doch die Botschaft, die wir brauchen. Auch heute noch. Die Menschen sind letztlich überall gleich. Hebel liefere Geschichten aus der offenen Welt zur Erbauung und zur Unterhaltung, vielleicht auch zur Instruktion und Aufklärung. Auch die Warnung vor Missionierung und konfessionellem Eifer von Seiten Hebels wurde im Vortrag erwähnt. Kreis bezeichnete Hebel abschließend als Mann, der für eine gemeinsame zivile Rahmenordnung gewesen sei. Die Würdigung des Preisträgers übernahm anschließend der Präsident des Hebelbundes: Rektor Walz setze sich mit seinen Schülern intensiv für Hebels Vermächtnis ein, bringe den junge Menschen den Dichter näher und platziere ihn hervorragend im Internet. Der Dank geht an Ihre unablässige Bemühung, den ganzen Hebel bekannt zu machen. Hebel fordert uns heraus, Stellung zu beziehen, so Walz in seiner Dankesrede. Er verwies auf die große Aktualität der Hebel-Texte, auf Hebel als Friedensstifter und Meister der Sprache. Und: Walz sieht Hebel als Dolmetscher für das Verstehen der Welt: Man kann mit Hebel für das Leben lernen. Bericht des OV/MZ vom 14. 5. 2007; Original-Text und Foto: Gabriele Hauger |
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