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VORREDE ZUR ERSTEN AUFLAGE | |
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Der Dialekt, in welchem diese Gedichte verfaßt sind, mag ihre Benennung
rechtfertigen. Er herrscht in dem Winkel des Rheins zwischen dem
Frickthal und ehemaligen Sundgau, und weiterhin in mancherlei
Abwandlungen bis an die Vogesen und Alpen und über den Schwarzwald hin
in einem großen Theil von Schwaben. Für Freunde ländlicher Natur und
Sitten eignet diese Gedichte ihr Inhalt und ihre Manier. Wenn Leser von
höherer Bildung sie nicht ganz unbefriedigt aus den Händen legen, und
dem Volk das Wahre, Gute und Schöne mit den heimischen und vertrauten
Bildern lebendiger und wirksamer in die Seele geht, so ist der Wunsch
des Verfassers erreicht. Das Glossarium am Ende enthält die in den Gedichten vorkommenden Idiotismen und ungewöhnlichen Formen des Dialekts verglichen mit (Sch.) Scherzii Glossarium Germanicum medii aevi. (Id.) Versuch eines schwäbischen Idiotikon von Schmid. (Ad.) Adelungs Wörterbuch der hochdeutschen Mundart, und andern. Hie und da sind passende Belege aus (Par.) Paraphrasis N. T, Zürich (ohne Jahrzahl) u. s. w. unterlegt worden. Die Absicht des Verfassers war, theils solchen Lesern, die manche Ausdrücke nicht kennen möchten, mit der Erklärung entgegen zu kommen, theils Einheimische, die in der Sprache ihrer Landsleute nur eine Entstellung und Mißhandlung des gutdeutschen Ausdrucks finden, an einzelnen Beispielen auf das Alter und die Ableitung ihrer eigenthümlichen Wörter aufmerksam zu machen. Beide Theile werden es daher gern verzeihen, wenn jeder von ihnen Manches finden wird, was er schon lange wußte, Manches, was er nicht zu wissen verlangt. Vielleicht findet hie und da auch der Sprachforscher Etwas der Aufmerksamkeit werth. VORWORT ZUR FÜNFTEN AUSGABE Die Verspätung dieser schon längst angekündigten Ausgabe ist größtentheils durch den Uebergang an eine andere Verlagshandlung veranlaßt. Noch andere Hindernisse verlängerten den Aufschub zum Bedauern des Verfassers. Mehrere der neu hinzugekommenen Gedichte sind aus der Iris von Jakobi, und dem alsatischen Taschenbuch wieder gesammelt. Ich übergebe sie dem Publikum mit dem Wunsche, daß ihnen eine gleich wohlwollende Aufnahme, wie den frühern, möge zu Theil werden. J. P. Hebel |
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Die Auswahl der o. a. Zitate orientiert sich an: Johann Peter Hebel, Poetische Werke, Winkler Weltliteratur, München 1961 Diese Ausgabe wurde auch für das Korrekturlesen der Texte benützt. |