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VORREDE
(zum "Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes)
Die Veranlassung zur Herausgabe dieses Büchleins muß seinen Titel
rechtfertigen, und der Titel die Herausgabe. Der Verfasser hat nämlich
seit vier Jahren die Lesestücke des Badischen Landkalenders, genannt Der
rheinländische Hausfreund, geliefert, und die Cottaische Buchhandlung in
Tübingen hegte die gute Meinung, es wäre schade, wenn die besten Aufsätze
darin, innerhalb des Marktkreises des Kalenders und mit dem nämlichen
Jahr, wofür sie geschrieben sind, wieder untergehen sollten, und druckt
sie daher für ein eigenes Büchlein, samt den mittelmäßigen ab, damit sich
jene besser herausheben.
Der geneigte Leser wird sich gefällig erinnern, mehrere der eingebrachten
Erzählungen und Anekdoten anderswo auch schon gehört oder gelesen zu
haben, wäre es auch nur im Vademecum, von welcher Allmende oder
Gemeinwiese sie der Verfasser zum Teil selber gepflückt hat. Doch ließ
er's nicht beim bloßen Abschreiben bewenden, sondern bemühte sich, diesen
Kindern des Scherzes und der Laune auch ein nettes und lustiges Röcklein
umzuhängen, und wenn sie darin dem Publikum Wohlgefallen, so ist ihm ein
schöner Wunsch gelungen, und er macht auf die Kinder selbst keine weiteren
Ansprüche.
Übrigens, sagt die Verlagshandlung, findet sich das Beste nicht sogleich
am Anfang, sondern in der Mitte, und wie an einem Ballen Tuch am Ende des
Büchleins, von welchem auch das letzte Muster im Morgenblatt abgeschnitten
ist. Sie rechnete auf viele Leser, die, wie die Bekenner des mosaischen
Gesetzes, dort zu lesen anfangen, wo andere aufhören.
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