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Clemens Fabrizio

     
Geboren 1921 in Mülhausen im Elsass,
Sohn italienischer Einwanderer.
Er kam 10‑jährig nach Lörrach, wo er zunächst die deutsche Sprache richtig erlernen musste. Das Wiesental wurde seine zweite und geliebte Heimat. Sammeln und Sport bestimmten schon früh seinen Alltag.
Bereits im Juli 1945 ging er zum Kommandanten der französischen Besatzungstruppen, um über die Möglichkeiten zu verhandeln, in Lörrach wieder Sport zu treiben. Hartnäckig verfolgte Fabrizio, der beim TuS Stetten die Liebe zum Sport entdeckt hatte, sein Anliegen — und erfolgreich: Im Jahr 1946 fand des erste Handballspiel nach dem Krieg zwischen Lörrach und Brombach statt, Fabrizio organisierte die ersten badischen Leichathletikmeisterschaften in der französischen Zone, Firmensportler der Ciba in Basel traten in Lörrach an und am 2. Juli 1946 wurde der TSV Rot-Weiß Lörrach gegründet. Clemens Fabrizio, Ehrenmitglied seit 1966, ist letztes lebendes Gründungsmitglied.
   
 
In Vereinen und Verbänden übernahm der Kaufmann, der Deutsch, Italienisch und Französisch spricht, in zahlreichen Funktionen Verantwortung, vom Leichtathletik-Abteilungsleiter beim RWL (Rot-Weiß-Lörrach) über den 1. Vorsitz im Leichtathletikbezirk Oberrhein (insgesamt 23 Jahre) bis zum Mitglied der Regelkommission des Deutschen Leichtathletikverbandes. Und er holte 1959 den Zehnkampf-Länderkampf Deutschland-Schweiz nach Lörrach.
 
Die oft harte Arbeit im Sport lockerte er sich durch mehrere Hobbys auf, zu denen vor allem das Sammeln von Liederbüchern, Briefmarken, Münzen, Papiergeld und alten Ansichtskarten gehörten. Beruflich wechselte er 1961 zur Sparkasse Schopfheim, wo er 1983 in den Ruhestand trat. Seither widmet er sich mit Leidenschaft seinen Sammlungen (Briefmarken, Münzen, Notgeld, Ansichtskarten), gestaltet damit Ausstellungen, publiziert sein Wissen in Aufsätzen, Broschüren, Büchern und Bildbänden. Das hat ihn in der Region und darüber hinaus bekannt gemacht. Fabrizios Fakten-Fundus zur Leichtathletik lässt Vereins- und Verbandschronisten, aber auch Journalisten immer wieder bei ihm anfragen.
Seine Muttersprache Italienisch unterrichtete Fabrizio jahrelang in Volkshochschulkursen in Lörrach, Schopfheim und Grenzach-Wyhlen. 1946, bei den Verhandlungen mit der französischen Militärregierung kam ihm wohl der Umstand zugute, italienischer Staatsbürger zu sein. Unterdessen hat er die deutsche Staatsbürgerschaft, die ihn übrigens 1975 mehr als 5000 Mark gekostet hat.
Durch viele Ausstellungen und Veröffentlichungen hat er den Menschen von heute manches längst Vergessene wieder in Erinnerung gebracht und den Jüngeren zeigen können, wie es in unserem schönen Heimattal früher ausgesehen hat.
   
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Der begeisterte Sammler Clemens Fabrizio hatte seine Schatzkisten geöffnet und lies die Öffentlichkeit in zwei aufeinander folgenden Ausstellungen im
 
Schopfheimer Museum
 
im Juni 2005

 
unter dem Titel
 
"Glanzlichter aus seinen Sammlungen"
 
an seiner unermüdlichen Sammelleidenschaft teilhaben.
 
Zu den "Juwelen", die Fabrizio im ersten Teil zeigte, gehören unter anderem rund 1000 historische Ansichtskarten, darunter auch einige derjenigen, die er für unsere Website zur Verfügung gestellt hat.
 
Clemens Fabrizio
 
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Fotos: Badische Zeitung                                         nach oben