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Freunde des Hebelhauses müssen bei Ausbau zupacken

   

Gefragt sind Geld und Muskelkraft

 
 

 
Gestellt sind die Weichen zur Erweiterung des Hebelhauses, Hausens Dorfmuseum. Im Juni soll es losgehen. Dabei müssen auch die Mitglieder des Fördervereins mit anpacken.

Viel Arbeit wartet auf die Mitglieder des "Fördervereins Hebelhauserweiterung", denn bei dem Bauvorhaben müssen sie tatkräftig mit anpacken, um Kosten zu sparen. Außerdem ist am 24. Oktober für das ehrgeizige Projekt eine große Benefizveranstaltung geplant.


Noch nicht vom Sockel gefallen ist Johann Peter Hebel, der geduldig auf die Erweiterung des Hebelhauses wartet.

Vorsitzender Helmut Lang erläuterte bei der Generalversammlung des Vereins im FC-Heim die in diesem Jahr geplanten Aktivitäten. Im Juni oder Juli wird wieder das Ökomobil kommen und Kinder und Jugendliche im Wald forschen lassen. Da das Hebelhaus nach dem 10. Mai für den Publikumsverkehr geschlossen wird, kann das Museumsfest nicht stattfinden. Dafür wird eine große Benefizveranstaltung mit Musik und namhaften Künstlern am Samstag, 24. Oktober in der Festhalle vorbereitet. In den nächsten Tagen startet der Förderverein eine Sponsorensuche, da ohne Unterstützung von privater Seite das Vorhaben Erweiterung und Umbau des Dorfmuseums und Neugestaltung der literarischen Sammlung nicht finanziert werden könne. Die geschätzten Baukosten belaufen sich auf etwa 200 000 Euro. Die Inneneinrichtung erfordert etwa 150 000 Euro; dafür liegt eine feste Zuschusszusage des Landes Baden-Württemberg von 50 Prozent vor.

Mit Architekt Harald Klemm, der die Umbaumaßnahmen leitet, wurde eine Liste erstellt, was der Förderverein an Eigenleistungen erbringen könnte. Errechnet wurde eine Kostenersparnis von 30 000 Euro, wenn folgende Arbeiten erledigt werden könnten: Sockelputz abschlagen, Austausch der Holzbretter im Laubenaufgang, Mithilfe bei Maler- und Gipserarbeiten innen und Verlegen der Verbundsteine außen. Zwischenzeitlich konnte auch die Unterbringung des gesamten Hebelhaus-Inventars für die Umbauzeit geregelt werden. Dankenswerterweise überlässt Familie Eisele das Dachgeschoss, den ehemaligen "Lindensaal", kostenlos. Als Gegenleistung muss der Dachboden in einer Räumaktion nach Ostern entrümpelt werden. Eine weitere Aufgabe des Fördervereins wird der "Umzug über die Straße" zusammen mit dem Werkhof nach dem Hebelfest sein.

Bürgermeister Martin Bühler ergänzte zum aktuellen Stand, dass die Erweiterungspläne, der Inhalt des Mietvertrages mit der Familie Bieri fertig seine. Am 1. April entscheidet der Landkreis Lörrach, welche Summe im Rahmen des Infrastrukturprogramms "Ländlicher Raum" fürs Hausener Dorfmuseum zu erwarten sei. Danach können die von Harald Klemm vorbereiteten Ausschreibungen im Gemeinderat verabschiedet und im Juni mit den Bauarbeiten begonnen werden "Unser Zeitplan dürfte eingehalten werden", meinte Bühler.

Das vergangene Jahr ließ Schriftführer Hans Andreatta nochmals Revue passieren. Kassenwart Hansjörg Straub berichtete, dass der Verein bereits 8510 Euro angesammelt hat und 117 Mitglieder zählt. Im vergangenen Jahr wurden 25 neue Mitglieder gewonnen. Vorsitzender Helmut Lang ermunterte zur Werbung weiterer Mitglieder und rief zum gemeinsamen Handeln beim Projekt Hebelhauserweiterung auf, das es Wert sei, für die nachfolgenden Generationen erhalten zu werden. Wer bei den Arbeitseinsätzen mithelfen möchte, kann sich bei Helmut Lang unter Telefon 07622/8925 melden.

Bürgermeister Bühler dankte schließlich allen, die sie sich für den Erhalt und die Neugestaltung des Hebelhauses einsetzen. Ein besonderes Dankeschön zollte er Heidi Zöllner, Anette Vogel und Klaus Brust, die in über 130 Stunden das Museums-Inventar katalogisiert haben.
 

 
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Nach einem Bericht der BZ vom März 2009; Original-Text & Foto: Klaus Brust    


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