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Nach dem Hebeldenkmal (zum
100. Geburtstag), dem Adlerbrunnen (150. Geburtstag) und der Eröffnung
des Dorfmuseums (200. Geburtstag) hat der Gemeinderat entschieden, zum
250. Geburtstag des weltweit anerkannten Literaten und Heimatdichters
Johann Peter Hebel die Erweiterung und Umgestaltung seines Wohnhauses
bis zum 10. Mai 2010 in die Tat umzusetzen.

Das Dorfmuseum (Hebelhaus) in Hausen soll um einige Räume des
Hugschen Anwesens (Eckhaus) erweitert werden. Es besteht die große
Hoffnung, dass zu Hebels 250. Geburtstag im Jahr 2010 die
Rundumerneuerung auch abgeschlossen ist.
Hierbei möchte der Förderverein Hebelhauserweiterung der Gemeinde
durch die Beschaffung finanzieller Mittel unter die Arme greifen.
Vorsitzender Helmut Lang konnte am Montag zu einer Vorstandssitzung den
leitenden Architekten und Gemeinderat Harald Klemm begrüßen, der den
Mitgliedern Informationen aus erster Hand vermittelte.
Das Architekturbüro Brüderlin/Klemm hat zwischenzeitlich die Planung
vorangetrieben und die voraussichtlichen Baukosten zusammengetragen. Die
gesamten Baukosten dürften sich auf rund 200 000 Euro belaufen; für die
Innenausstattung wurden etwa 150 000 Euro ermittelt. Für letzteren
Posten liegt bereits eine Förderungszusage vom Land Baden-Württemberg
von 50 Prozent vor.
Im Erdgeschoss wird der bisherige Ausstellungs- und Veranstaltungsraum
mit Anmietung des angrenzenden Raumes vom Anwesen Bieri etwa verdoppelt,
hier werden auch Garderobe, Toiletten und eine Sattler- und
Schuhmacherwerkstätte eingerichtet. Ein Durchbruch wird erforderlich,
die Sanierung des Sockels und Laubenganges sowie eine Fassadensanierung
sind vorgesehen. Auch eine malermäßige Überarbeitung der Innenräume
steht an sowie die Herstellung der Außenanlagen.
Gänzlich umgestaltet wird nach Klemms Plänen der Dachboden. Hier soll
ein literarischer Ausstellungsraum für die Hebelpreis- und
Hebelplakettenträger entstehen. Der Dachausbau soll mit einer
Dachsparrendämmung und einer neuen Technik-, Strom- und
Wärmeversorgungsanlage ergänzt werden.
In den nächsten Wochen wird der Hausener Gemeinderat gefordert sein,
sich genau mit der Kostenschätzung und noch einigen ausstehenden
Detailentscheidungen zu befassen. Anfang November werden Vertreter des
Landesdenkmalamtes und der Literarischen Gesellschaft Marbach als
Experten mit Bürgermeister Martin Bühler und einigen Gemeinderäten den
Gesamtkomplex erörtern und die Auflagen bekannt geben.
Der Förderverein hofft auf eine zügige Verwirklichung des Bauvorhabens.
Sein Vorsitzender Lang freute sich über die für die ausführlichen
Informationen des Architekten. Damit sieht sich der Vorstand nun in der
Lage, gezielt um kleine und größere Spenden zu werben und um die
Unterstützung durch Sponsoren zu bitten.
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