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Signet Hebelhaus

"Knastbrüder" im Hausener Hebelhaus

 

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Alemannischer Abend mit Jeannot und Christian Weißenberger
eine runde Sache!

 

 


Die beiden in Wieslet aufgewachsenen Brüder leiteten ihr vielseitiges Programm mit dem Belchenlied ein, in dem es treffend heißt: "Wenn du uff’m Belche stohsch, bisch am Himmel scho’ so noch." Mit "Drum bring mir Blueme, so lang’ ich Freud dra’ ha" , ging es weiter. Polo-Hofer- und Hofmaier-Lieder folgten. Manche Lieder wurden in bester Manier auf Englisch oder auch im Berner Dialekt vorgetragen. Viel Applaus war der Lohn.
 

 



 

 
   


Zwischen den musikalischen Beiträgen erzählte Jeannot mit viel Witz und Humor, wie er im Kleinen Wiesental aufgewachsen ist und schon in seiner frühen Jugend Fritz Brutschin kannte. Beide erlebten zusammen so viele originelle Geschichten, dass sie darüber stundenlang erzählen könnten. Zu einer ganz besonderen Wiesleter Geschichte gehörte ein Schneesturm, plötzlicher Wintereinbruch und ein unerwarteter Stromausfall.

Auch der alte, stets schwarz gekleidete Wehrer "Engelimoler" Adolf Glattacker, damals eine Berühmtheit in der Region, war häufig in Wieslet zu Gast. Er taucht in vielen Erinnerungen auf. Schmunzelnd erzählten die beiden Alemannen auch von einer schrecklich-grünen Gitarre, die anfänglich Fritz Brutschin gehörte. Sie ging etappenweise in Jeannots Besitz über. Und mit der Zeit lernte der Erstgeborene der sechs Weißenberger-Kinder das Gitarrenspielen. In den frühen 1960er Jahren herrschten noch bescheidene Verhältnisse, und so manche Familie musste sich stark einschränken. Bei einem kurzen musikalischen Ausflug des Duos in die Schweiz war von einem "Münschi" die Rede. Dass darunter in Bern ein Kuss zu verstehen ist, das war Gretli Vollmer und sonst ein paar Eingeweihten bekannt. Das "Santino-Liedli" war einem liebenswerten Italiano gewidmet, der auch nach 40 Jahren im Wiesental noch immer kein richtiges Deutsch sprechen konnte. Später war er Wirt in der "Sonne" in Eichen und dort für seine eigenwilligen Redewendungen bekannt, die vom Zuhörer eine Menge Einfühlungsvermögen verlangten.

Auch der vielseitige Richard Wagner aus Wyhlen, sonst eher für Gereimtes bekannt, wollte es sich nicht nehmen lassen, einen kleinen Beitrag beizusteuern. Zunächst schmetterte er eine Strophe aus dem Wolgalied in die Alemannenwelt im Hebelstübli. Ein "Lob uff die Alte" schloss sich an. Auch Heimatdichter Hans Dreher aus Demberg stimmte eine Laudatio auf Jeannot an. Schließlich kennt er ihn schon so lange und so gut.

 

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Nach einem Bericht der Badischen Zeitung
vom 5. September 2008
Original-Text: Hans O. Steiger