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Signet Hebelhaus

Die richtige Einstimmung aufs Hebelfest

 

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Stimmungsvolles Frühlingstreffen der Muetterspröchler

 

 


Schwungvoll begann das März-Treffen der Muetterspröchler im vollbesetzten Hebelhüsli,
wo sich allerlei Regio-Prominenz eingefunden hatte. So begrüßte Fritz Brutschin den
Heimatdichter Werner Richter aus Grenzach-Wyhlen, ein besonders würdiger Gast am
auserwählten Ort der Alemannen. Und auch Karl Heinz Vogt, Hausens frühlingshaft-
erschlankter Altbürgermeister und Mitbegründer der „Gruppe Wiisedal", war gekommen,
um den Muetterspröchlern nach langen Wintermonaten seine Reverenz zu erweisen.

 



Die Musikrunde von links: Alfred Bühler, Troubadour Alfred Schmidt, Kurt Engler und Heidi Engler-Ludin.

   


Heidi Engler-Ludin aus Lörrach übernahm gleich die musikalische Regie für den vielseitigen Abend, bei dem buchstäblich jedem etwas geboten wurde. Mit Kompositionen von Werner Richter leitete das Trio mit den beiden Alfreds seine Gesangseinlagen gekonnt ein. Heidi Engler-Ludin wusste dabei mit dem feinen Timbre ihrer schönen Stimme das Publikum zu begeistern. Passend zum Frühling folgte eine vertonte Version von Johann Peter Hebels Gedicht vom „Knaben im Erdbeerschlag", bei dem mit Herzblut mitgesungen wurde.
Nach einer kleinen Lektion in Alemannengeschichte durch Heidi Engler-Ludin sorgte
das „Maidli vom Rhy" für die passende Abwechslung. „Schänk nomol y" hiess es denn
nicht nur im Text von Werner Richter, sondern auch bei einigen Muetterspröchlern
an den Tischen.

Im Laufe des Abends erwies sich die aus einer alten Lörracher Familie stammende Sopranistin als wahres Multitalent: Mit großer Virtuosität spielte sie auf dem Akkordeon, um Minuten später ihre mitsingenden Männer auf dem alten Hammerklavier im Hebelstübli zu begleiten.
Mit besonderer Anerkennung wurde aufgenommen, dass die Dame seit zehn Jahren die „Vierteleschlotzer" managt und dirigiert. Zu diesem Wehrer Verein gehören 15 Sänger, zu
deren Repertoire alte Schlager zählen. Fünf Musiker begleiten sie dabei. Dass die Werke von Johann Peter Hebel in seinem „Huus", wo er glückliche Tage verbrachte, nicht zu kurz kamen, dafür war gesorgt. Seine Geschichten vom „Spinnli" und vom „Gwitter" waren wieder einmal
an der Reihe. Auch Gerhard Jung, und Lina Kromer aus dem Rebland blieben unvergessen,
um bei den Muetterspröchlern weiterzuleben. Die Stimmung konnte an diesem prächtigen Frühlingsabend kaum besser sein. Schrammelmusik ließ zeitweise den Eindruck entstehen,
in einem Heurigenlokal in Grinzing zu sein. Karl Heinz Vogt, vom maßgeschneiderten
Programm begeistert, sprach von der richtigen Einstimmung auf das nahende Hebelfest.
Wunderschön sei alles gewesen. Und damit kann, um mit Heinrich Heine zu schließen,
der Frühling kommen: „Klinge, kleines Frühlingslied, kling hinaus ins Weite."

 

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               Nach einem Bericht der Badischen Zeitung vom 28. April 2006
                 Original-Text: Hans O. Steiger; Foto: Manfred Wagner