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Signet Hebelhaus

Schwarzwaldbilder eines Tausendsassas im Hebelhaus

 

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Der 86-jährige Sammler Clemens Fabrizio beeindruckt Muetterspröchler mit Ansichtskarten

 

 


Längst gilt als Normalfall, dass bei den monatlichen Treffen der Gruppe Wiesental der Muettersproch-Gsellschaft das Huusemer Hebelhüsli bis auf den letzten Stuhl besetzt ist. Steigerungen sind dennoch möglich: Beim ersten Hock nach der Sommerpause herrschte geradezu bedrückende Enge. Der Name des inzwischen 86-jährigen Clemens Fabrizio wirkt offensichtlich noch immer als besonderes Zugpferd.

Zu diesem Anlass waren auch zahlreiche Promis gekommen, um Interessantes und Amüsantes, aber auch Kurioses aus dem reichhaltigen Füllhorn des unermüdlichen Tausendsassas und vielseitigen Sammlers aus Schopfheim zu erfahren, darunter der Hausener Ehrenbürgermeister Karl-Heinz Vogt, Werner Richter aus Grenzach, Hans Viardot aus Tegernau, Ursel Sturm aus Hüsingen, Georg Diehl aus Maulburg und Kurt Ückert aus Langenau.
Mit seinen 86 Jahren frisch und unglaublich munter auftretend, kündigte Clemens Fabrizio das Badnerlied an, das gleich für die richtige Stimmung sorgte. Danach begann er seinen Vortrag über den Schwarzwald mit prächtigen alten Ansichten aus der Feldbergregion, darunter herrliche Schwarzwaldhäuser, alte Mühlen und Szenen aus dem Volksleben. Georg Diehl aus Maulburg hatte hunderte von Ansichtkarten von Clemens Fabrizio abgelichtet und daraus Dias hergestellt.

 



 

 
   


Dass der Mann mit dem wohlklingenden italienischen Namen, der ein astreines Alemannisch spricht und schon lange Mitglied bei den Muetterspröchlern ist, diese Gegend aus tiefstem Herzen liebt und bestens kennt, ist ihm schnell anzumerken. Um in Jahrzehnten eine solch riesige Sammlung von Schwarzwaldmotiven aufzubauen, braucht es mehr als nur die Leidenschaft des engagierten Sammlers. Es braucht eine Menge Disziplin und viel Sinn für Systematik.
Dem Alter versucht er so gut es geht ein Schnippchen zu schlagen. Noch mit 84 lernte er mit dem PC zu arbeiten. Er wohnt in Fahrnau „in seinem eigenen Museum", wie er verrät, das mit seinen verschiedenen Sammlungen voll gestopft ist. Um schneller in der Stadt zu sein, ist er froh, dass er noch immer - wie bereits seit 58 Jahren - Auto fahren kann. Dass er in seinem bewegten Leben einiges ganz gut gemacht hat, darauf ist der frühere Leichtathlet und Sportmanager stolz. Zwischen den Dia-Blöcken wurde kräftig gesungen. Clemens Fabrizio erhielt für seinen aufwendigen Beitrag, der den Schwarzwald zwischen 1897 und den 1950er Jahren in vielen Facetten und in einzigartigen Aufnahmen zeigte, viel Applaus. Fritz Brutschin dankte im Namen der Gruppe Wiesental und überreichte Markgräfler Wii und Schwarzwälder Speck.
Es folgte die Stunde der spontanen Kurzbeiträge, bei der vor allem Richard Wagner aus Wyhlen mit schwäbischen und bayerischen Dialekteinlagen brillierte und wahre Lachsalven auslöste.

 

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Nach einem Bericht des Markgräfler Tagblattes und der Badischen Zeitung
vom 5. bzw. 13. Oktober 2007
Original-Text: Hans O. Steiger; Foto: Manfred Wagner