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    Fotos aus der Dampfzeit sind kaum vorhanden -
hier ein seltenes Beispiel vom Lörracher Bahnhof -
deshalb ist ein vollständiger Überblick heute nicht mehr möglich - und auch nicht unbedingt Aufgabe
dieser Webseite - daher im Folgenden nur einige "Blitzlichter":
   

Gesichert ist, dass der Eröffnungszug nach Schopfheim am 10. Mai 1862 (dem Geburtstag J. P. Hebels)
 von einer Lokomotive der badischen Gattung III c
mit dem Namen »Hebel« - von der
Maschinenbaufabrik Keßler 1845 in Karlsruhe gebaut - gezogen wurde, einer Maschine mit einer von
2 Laufachsen eingerahmten Treibachse - vermutlich weitgehend baugleich mit der gezeigten
Lok "Badenia" von
Emil Kessler aus dem Jahr 1843.
     

 Der reguläre Personen- und Güterverkehr in den folgenden 50 Jahren wurde mit einer Vielfalt badischer Lokomotiven abgewickelt - so z. B. mit dem hier gezeigten Modell in der damals typischen "englischen"
Bauform mit der offenen "Cab" als Führerstand. Das Bild zeigt die Lok der Gattung III "Eberbach"
(dies könnte die Type des Lörracher Fotos sein) mit 2 gekuppelten Treib- und 2 Laufachsen,
in 41 Exemplaren gebaut 1861 - 65 von der Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe.
Die Loks galten über viele Jahre als das Rückgrat für Personen- und Schnellzugleistungen
auf dem gesamten badischen Schienennetz.
   

Der Eröffnungszug nach Zell am 5. Februar 1876 wurde von der Lok "Hohentwil" gezogen.
Für Hausen war es die erste "offizielle Bekanntschaft" mit der Eisenbahn, dementsprechend
waren der neue Bahnhof festlich geschmückt und die Bevölkerung begeistert.

Naheliegend wäre, dass es sich um eine der auf dem dritten Bild gezeigten Schlepptender-Dampfloks der
Gattung V a handelte, die ab 1875 auf der Wiesentalbahn für kurze Zeit nahezu ausschließlich zum Einsatz kamen.
Es handelt sich um eine Maschine mit 2 Treib- und einer Laufachse, von der 1863 bis 65 bei der
 Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe 22 Stück gebaut wurden.
     

Ab 1885 kam die ursprünglich als Personenzuglok konzipierte Gattung VI zum Einsatz - jedoch waren
die mit 3 gekuppelten Treibachsen (ohne Laufachsen) ausgestatteten Maschinen wegen ihrer
schlechten Laufeigenschaften auf 50 km/h begrenzt und deshalb nur für Güterzüge sinnvoll verwendbar.
 
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