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Mit der Einführung des Wasserrades wurde die
Wasserkraft nutzbar gemacht.
Diese konnte mit Hilfe des
Wasserrades auf die Gewerke übertragen werden. Neben der Holzkohle
stellte das Wasser den zweiten, ebenso wichtigen Energieträger der
damaligen Hüttenwerke dar. Die großen Blasbälge der Hochöfen - der
Frische- und Wärmefeuer - wurden von Wasserrädern angetrieben,
gleichfalls die Hammerwerke, die sowohl zur Eisenerzeugung
als auch zur Verarbeitung des Roheisens eingesetzt wurden.
Für die Einrichtung einer Eisenschmelze mit Hammerwerk
war in erster Linie die unmittelbare Nähe von Wasser maßgebend. Nach der
Einführung der Wasserradwerke wanderte die Eisenindustrie in die
Flusstäler, Erze und Holzkohle wurden nachgeliefert.
Die Ansiedlung des Eisenwerkes Hausen ist ein typisches
Beispiel hierfür.
Die Vielfalt der Nutzung der Wasserkraft kann hier
nicht vollständig beschrieben werden. Gleichfalls lässt sich die
Technik der Wasserräderherstellung nicht in vollem Umfang erfassen. Zu
vielgestaltig waren die von heimischen Handwerkern erstellten
Wasserräder. Eichenholz wurde hauptsächlich verwendet, jedoch war
„rotstirniges" Lärchenholz noch haltbarer gegen die angreifende
Tätigkeit des Wassers.
Eindeutig dagegen ist der verwendete Typ: es handelt sich in allen
Fällen um "unterschlächtige" wasserräder (also solche, bei denen das
Wasser unter dem Rad hindurchfließt), da das Gefälle der Gräben und
Kanäle für für sie, nicht jedoch für "oberschlächtige" Räder (bei
denen das Wasser über einen Kanal auf das Rad geleitet wird) geeignet
war.

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