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  Was der Name Hausen besagt  /
       
                                                 Wie alt ist Hausen i. W. ?

 
 


Die meisten Menschen interessiert irgendwann in ihrem Leben einmal, wer ihre Vorfahren waren, wie alt ihr Heimatort ist, wie er entstand und wie man in früheren Zeiten in ihm (und überhaupt) gelebt hat.
 
Über Hausen i. W. kann man in in alten Schriften und Urkunden nachlesen, es sei 
1295
zuerst in einer Verkaufsurkunde erwähnt worden: ein Basler Bürger kaufte einen Weinberg in Eimeldingen. Sein neuer Besitz grenzte an die Reben eines gewissen  >Heinrichs von Husen<Nun fragt man sich: wer gewährleistet, dass dieser "Heinrich" sich gerade nach unserem Hausen i. W. nannte - da es doch viele weitere Hausen oder Häusern am Oberrhein und in der Nordschweiz gab? Zumal, da einige dieser Orte noch heute existieren. Aber eine zweite Urkunde gehört auch hierher: gerade ein Jahr später kaufte derselbe Basler wieder in Eimeldingen ein Grundstück mit Reben. Unter den Zeugen steht ein >Heinrich ab dem Hus< - vermutlich unser Heinrich aus dem Vorjahr. Es könnten >von Husen< und >ab dem Hus< jedoch nur eine andere Schreibweise für den anderweitig belegten Familiennamen >von Huse< sein. Schwerlich können wir daher den Namen des Einwohners von Eimeldingen aus den Jahren 1295 und 1296 als Beleg für unseren Ortsnamen auffassen.
 
Die nächstjüngeren Nennungen von Hausen i. W. stammen, wenn man den Geschichtsbüchern glauben darf, aus den Jahren um 1350. Und tatsächlich erscheint damals der Ortsname einige Male in Abgabeverzeichnissen sowohl des Klosters  
St. Blasien als auch der Propstei Weitenau. Daneben wird eine ganze Anzahl von Einwohnern genannt. Hausen wäre demzufolge heute rund 650 Jahre alt.
 
Weitere Anhaltspunkte neben den schriftlichen Quellen werden von der Archäologie und der Ortsnamensforschung geliefert. Zwar sind auf der Gemarkung Hausen keine frühgeschichtlichen Bodenfunde bekannt geworden, und wir haben nur den Ortsnamen  "Hausen" zur Hand. Doch Archäologie und Ortsnamensforschung ergeben bereits ein hinreichend deutliches Bild der Frühgeschichte unseres Raumes. 
 
In dieses Bild kann  man Hausen einordnen: 
Um das Jahr 600 n. Chr. zogen Alemannen in das mittlere Wiesental ein. Sie legten  geschlossene Siedlungen an - darauf weisen ihre Gräberfelder hin. Solche sind in Maulburg, Wiechs, Schopfheim und Fahrnau gefunden worden. Die alemannischen Funde führen also unmittelbar an Hausen heran. Die Alemannen drangen bald auch auf weniger günstige Böden am Schwarzwaldrand und in diversen Bergtälern vor. 
> Hausen <  ist ein Ortsname, der um das Jahr 700 "modern"  war. Es wurden neue, zunächst kleine Siedlungen angelegt, deren Namen auf -hausen, -hofen,  -inghofen, -stetten und -weiler endeten.
Dennoch ist nicht gesagt, dass alle Siedlungen mit solchen Ortsnamen bereits um 700  bestanden haben. Besonders die  –hausen mögen vielfach erst in der Karolingerzeit gegründet worden sein: seit 747 griff der Stamm der Franken unter den karolingischen Herrschern auch am Oberrhein verändernd ein. Großangelegte Enteignungen brachten dem Königtum und den alten Klöstern ausgedehnten Besitz. Zu beachten ist auch, dass Zell i. W. spätestens um 880 vom Kloster Säckingen aus angelegt wurde. Davor muss man bereits mit einer – wenn auch schwachen – Besiedelung auf der Hausener Niederterrasse vor der Engstelle des Grendel rechnen - anfangs sicher nur einer kleinen Randsiedlung mit wenigen Höfen und Gebäuden.
 
Nehmen wir nach heutigem Wissensstand einerseits einen bewusst vorsichtigen und späten Ansatz, der andererseits in das Bild der fortschreitenden Besiedlung des Wiesentales von Basel in Richtung Feldberg passt, so können wir annehmen:
 
Hausen ist um 800 n. Chr. angelegt worden.


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nach der Orts-Chronik ; Original- Text: K. Schubring