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Sein Werk ist im
südbadischen Raum und in der Schweiz auch heute noch bei vielen Menschen
ein Begriff: August Babberger. Der Maler wurde am 8. Dezember 1885 in
Hausen im Wiesental geboren.
Am 3. September vor 75 Jahren verstarb er im Alter von 51 Jahren in
Altdorf im Schweizer Kanton Uri.

Babbergers Ölgemälde „Stanser Horn bei Luzern" von 1915
Es gehört heute dem Museum am Burghof in Lörrach.
"Die Tage der Höhe sind vorbei. Habe ich alle Sinne geöffnet, damit der
Himmel hineinsinke? Das Grün der Nähe und das Blaue der Ferne! Und die
Freude der Blumen? Dank den Menschen, der Natur, dem ordnenden Gott",
schrieb August Babberger als einer seiner letzten Sätze nieder. Die
Verschmelzung von Mensch und Natur und die Faszination für die Bergwelt:
Diese Motive ziehen sich auch durch das gesamte Werk des Malers. "Was in
der Natur vorgeht, was in mir selbst ist, soll sichtbar werden."
August Babberger begegnete 1908 dem einflussreichen Maler des
Oberlandes, Hans Thoma, der zu dieser Zeit an der großherzoglichen
Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe lehrte. August Babberger
beschreibt in seiner Selbstbiographie aus dem Jahre 1920: "Mich
interessiert als Maler der Mensch, die Landschaft und die Mittel, diese
in Wandmalerei in eine Dreieinigkeit zu bringen. Hochgebirgslandschaft,
kühn, abstrakt, übereinander gebaut, klar, hart, große Gegensätze in
intimem Reiz der Blumen zu der Architektur, der Landschaft, den
geometrischen – abstrakten Formen. " Im selben Jahre wurde August
Babberger an die unter dem Namen Landeskunstschule neugegründete
Akademie in Karlsruhe als Professor berufen, der er sogar von 1923 bis
1930 als Direktor vorstand. Die Heirat mit der Urnerin Anna Tobler
bahnte auch die neue Verbindung mit der Landschaft der Urschweiz an, die
ihn immer mehr in seinen Bann zog. Im Jahre 1916 weilte er zum ersten
Mal im Schächental und auf der Balmalp. In einer zivilisationsfernen
Hütte verwirklichte der Malerprofessor bis zu seinem Tod 1936 seine
Idealvorstellung einer naturgebundenen Einheit von Leben und Kunst
inmitten des Hochgebirges. In der zum "Paradies der Höhensucher"
erklärten Bergwelt schuf Babberger nicht nur den Großteil seiner
Landschaftsbilder, sondern machte auch umfangreiche
Tagebuchaufzeichnungen, in denen sich äußere Naturbeobachtungen und
innere Selbstreflexion mit expressionistischem Pathos durchdringen.
August Babberger scheint von Landschaften besessen, von immer wieder der
gleichen, die er zu allen Stunden des Tages, bei jedem Wetter in Öl oder
Pastell malte. Der Künstler, der so sehr aus der Natur schöpfte, hatte
bis Anfang 1933 ein Lehramt an der Landeskunstschule in Karlsruhe inne.
Die politische und geistige Unruhe hatte bald auch die Karlsruher
Akademie erfasst, doch die Ächtung von bekannten Künstlern war nicht
erwartet worden; die Parallele dazu bildeten die Bücherverbrennungen
jener "neuen" Zeit. In erschreckender Weise traf dies August Babberger.
Der
Expressionist wurde als "entarteter Künstler" eingestuft und bald nach
der Machtergreifung der Nationalsozialisten mit Erlass vom 15. Juli 1933
aus dem Lehramt entlassen. Tragisch hierbei ist besonders die Tatsache,
dass ein Landsmann aus dem Wiesental, Professor Hans Adolf Bühler (1877
bis 1951), Direktor an der Kunstakademie in Karlsruhe, einer der
Betreiber für seine Entlassung war.
Die späte Lebensphase wird von der Verfemung Babbergers als "entarteter"
Künstler und der damit verbundenen Entlassung aus dem Karlsruher Lehramt
im Juli 1933 überschattet. In der Folgezeit hält er sich überwiegend im
schweizerischen Altdorf und in Luzern auf.
Die Jahre von 1930 bis 1933 müssen für August Babberger nicht leicht
gewesen sein. Das Werk mit unter anderem 3000 Blatt Grafik blieb 1933 in
Karlsruhe zurück und sollte beschlagnahmt werden. Der damalige Leiter
der Münchner Pinakothek, Dr. Kurt Martin, behauptete daraufhin, dass das
ganze Werk nichts wert sei, und rettete damit die Bilder und das
graphische Werk in die Schweiz. Nach der Wegnahme des Lehramtes war
August Babberger tief getroffen mit seiner Frau 1933 in die geliebte
Bergwelt der Urner Alpen zurückgekehrt. Er konnte nicht ahnen, dass ihm
nur noch wenig Zeit in seinem Leben und für sein Schaffen geschenkt
würde.
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