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Ein technisches Genie aus Hausen: |
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Johann Sebastian Clais |
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»In seinem Geburtslande ist die Erinnerung an ihn ausgelöscht« bemerkt 1915 Gottlieb Ziegler, sein Schweizer Biograph im Winterthurer Landboten. Erst in jüngster Zeit hat Gustav Oberholzer es wieder ins Bewußtsein gerufen: Das technische Genie J. S. Clais ist am 28. Februar 1742 in Hausen im Wiesental geboren und er hat hier seine Jugend bis 1752 erlebt. |
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Die väterlichen Vorfahren stammten aus Tirol und waren kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg nach Schopfheim zugezogen. Der Großvater Johann Sebastian hatte in Hausen die Tochter des Adlerwirtes, Magdalena Brunner, geheiratet und Wirtschaft und Bäckerei übernommen. 1741 war ihm der Vater unseres Genies, ebenfalls Johann Sebastian getauft, verehelicht mit Anna Maria Neff aus Tumringen in Gasthaus und Bäckerei gefolgt. 1752 verkaufte dieser, da er mit Verlust arbeitete, das Anwesen, um auswärts Schulmeister zu werden. |
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1776 übernahm der jüngste Bruder seines Vater, Johann Michael Clais, verheiratet mit Kunigunde Haller den Adler und lies 1784 das Türschild mit dem Doppeladler anbringen, der einzige Hinweis, den es momentan in Hausen auf die Familie Clais gibt. |
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In Winterthur
heiratete Johann Sebastian Clais 1783
Maria Ursula Clais-Sulzer (1766 - 1813), eine Tochter seines Geschäftsfreundes Hans Jakob Sulzer. Sie gehörte zu den politisch und wirtschaftlich einflussreichsten Familien der Stadt. Aus der Ehe sind sieben Kinder hervorgegangen, von denen vier früh verstarben. |
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1787
bezog die Familie ein neues Haus außerhalb der Stadttore,
das
Lindengut, eine im klassizistischen Stil erbaute Villa. 7 Jahre später, 1794 durfte sich Clais in das Bürgerrecht von Winterthur einkaufen. 1782 hatte er zudem die Neueinrichtung der Salinen Reichenhall und Traunstein in Bayern übernommen. Er wandelte die veralteten Betriebe völlig um und baute sie zu den leistungsfähigsten ihrer Zeit aus. Ähnliche Aufträge führten Clais kurzfristig ins Salzkammergut und ab 1803 für längere Zeit in französische Dienste. Hier baute er als »General-Ingenieur der französischen Salinen« die Salinen von Dieuze, Moyenvic und Chateau Salins um und aus. Im Jahre 1803 gründete Clais eine mechanische Spinnerei in Hard bei Winterthur. Im Alter zog es den anerkannten und erfolgreichen Mann nach Baden zurück. In Badenweiler wollte er die Bade- und Trinkeinrichtungen wieder beleben. 1807 pachtete er mit seinem Schwager Sulzer zusammen die Grube Haus Baden nahe Badenweiler. »Ein schneller Tod nach einem kurzen Fieber beendete am 24.9.1809 das Leben des bedeutenden Mannes, dem in seiner Heimat ein ehrendes Andenken gebührt, auch in Hausen.« (G. Oberholzer) Von Clais stammen folgende Veröffentlichungen: Beyträge zur Salzkunde (1784); Badenweyler als Kurort, ein Beytrag zur näheren Kenntniß seiner Umgebung und besonders seiner lauwarmen Quelle (1807). Das Urteil des großen Naturforschers Alexander von Humboldt: »Auf der dortigen Saline (Reichenhall) war ich 12 Tage ganz allein mit dem Salinendirektor von Clais. Diesen Mann halte ich unter allen theoretischen und praktischen Halurgen (Salzkennern) für den ersten. Er besitzt große physikalische und mathematische Kenntnisse. Ich habe vom Morgen bis in die Nacht nur immer gefragt, und ich weiß keinen Menschen, von dem ich durch Umgang soviel gelernt.« |
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nach der Orts- Chronik; Original-Text: Klaus Schubring |
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