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Erfolgreich in der Kommunalpolitik tätig
Stärke ist ihre sachorientierte Arbeit ohne
Fraktionszwang
Die Freien Wähler Hausens sind stolz,
auf ihr 50-jähriges Bestehen zurückblicken zu können. Dem Engagement
von zehn Hausener Bürgern ist es zu verdanken, dass bis heute sich 59
Kandidatinnen und Kandidaten dem Votum der Bürger bei
Gemeinderatswahlen sich gestellt haben, 24 als Gemeinderäte gewählt
wurden und sechs das Amt des Bürgermeister- stellvertreters übernahmen.
Hinzu kam, dass Ernst Hug von 1955 bis 1975 aus den Reihen der Freien Wähler
zum Bürgermeister bestellt wurde und er auch sechs Jahre als Kreisrat tätig
war. Zusammen mit den anderen Gemeinderäten wurde immer versucht parteiübergreifend
und zielorientiert zum Wohle der Gemeinde Hausen das Beste zu erreichen.
In einer Festschrift, die zum Jubiläum der Öffentlichkeit präsentiert
wird und von Wolfram Müller, langjährigem Vorsitzender, Bürgermeisterstellvertreter
und Kreisrat zusammengetragen wurde, kann man viel Interessantes aus der
Geschichte der Wählervereinigung und gleichzeitig eine Statistik über
Gemeinderatswahlen mit allen Wahlergebnissen seit 1953 bis heute
erfahren.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren die
Begriffe „Partei“ und „Parteizugehörigkeit“ für viele Menschen
oft negativ belegt. Mit der Gründung des Bundeslandes Baden-Württemberg
(1952) wurden für den 15. November 1953 neue Wahlgesetze und
Kommunalwahlen ausgeschrieben. So fanden sich am 6. Juni 1953, um 20 Uhr
im „altehrwürdigen Adlersaal“ in Hausen zehn Männer aus dem Dorf
zusammen, um ihren Plan, eine Freie Wählervereinigung zu gründen, in
die Tat umzusetzen, das Rathaus nicht alleine der Parteipolitik überlassen.
In der ersten Satzung hieß es, dass die FWV bestrebt sei, alle Bevölkerungsschichten
für das „politische Leben“ zu aktivieren, bekannte man sich zur
demokratischen Gesellschaftsordnung. Die Gründungsmitglieder waren: 1.
Vorsitzender: Fritz Greiner, Maurer und Fabrikarbeiter; 2. Vorsitzender:
Adolf Lehle, Spinnereileiter; Schriftführer: Julius Behringer;
Mitglieder: Ernst Hug, Schlosser; Walter Arzet, Landwirt und Kaufmann;
Karl Fritz, Zimmermeister; Otto Jost, Installateurmeister; Ernst Bechtel,
Landwirt; Gottfried (Fritz) Stiegeler, Landwirt und Schlosser; Hermann
Umlauf, Ingenieur.
Mit Schreiben vom 26. Juni 1953 beantragte die
Vereinigung beim Amtsgericht Schopfheim den Eintrag ins Vereinsregister.
Schon der erste Auftritt bei der Gemeinderatswahl im November brachte
ein herausragendes Wahlergebnis; von den sechs zu wählenden Sitzen
errangen sie drei Mandate. Oftmals im Laufe der Geschichte wurden solche
guten Ergebnisse erzielt, was für den kommunalpolitischen Stellenwert
der Freien Wähler in Hausen spricht.
Die Vorsitzenden der Freien Wähler in Hausen
waren: Fritz Greiner (1953 – 56), Walter Arzet (1956 – 57), Albert Läubin
(1957 – 75), Werner Jost (1975 – 83), Wolfram Müller (1983 –
2002), Harald Klemm (2002 bis heute). Immer wieder wurden Freie Wähler-Gemeinderäte
als Bürgermeisterstellvertreter gewählt: Ernst Hug (1953 – 55),
Julius Maurer (1956 – 62), Albert Läubin (1962 – 71), Armand
Wilhelm Brendlin (1971 – 84), Ernst Weiß (1984 – 91), Wolfram Müller
(1991 bis heute).
Bei der Jahreshauptversammlung am 20. Juni 1961
wurde die Streichung beim Vereinsregister Schopfheim beantragt,
wahrscheinlich um die Kosten bei Vorstandswechsel zu sparen. 1983 führte
man wieder eine Satzung mit Mitgliederbeiträgen (erstmals) ein ohne
Registereintrag.
Im Jubiläumsjahr stellen die Freien Wähler fünf
Gemeinderäte: Wolfram Müller,
Werner Jost, Harald Klemm, Anneliese Seger, Björn Schmidt (die SPD vier, die CDU drei),
dazu ist Wolfram Müller
Mitglied des Kreistages (1994 bis heute).
Voller Stolz können die Freien Wähler auf das von
ihnen Erreichte zurückschauen, denn sie haben Herausragendes in
Funktionen im Kreis, in Ausschüssen oder im Gemeinderat geleistet. Der Vorsitzende Harald Klemm
betont, dass die Freien Wähler auch künftig eine Alternative zu den
herkömmlichen Parteien sind und weiterhin eine ungebundene und regionalorientierte Politik betreiben wollen.
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