Aktuelle Meldungen

Suche

Eine Massenvermehrung der Fichtenborkenkäfer hat gravierende wirtschaftliche Folgen für die Waldbesitzer. Einige Faktoren lassen befürchten, dass dieses Szenario in diesem Jahr eintreten könnte:   Es ist nach einem überdurchschnittlichen Käferbefall in 2017 mit einer großen Ausgangspopulation zu rechnen.Das vom Sturmtief „Burglind“ geworfene Holz stellt eine große und flächig verteilte Menge an bruttauglichem Material bereit.Die warm-trockene Witterung im April begünstigt eine frühe und schnelle Entwicklung der Käfer.   Daher sind alle Waldbesitzer dringend aufgerufen, folgende Maßnahmen zu ergreifen:   Falls noch nicht geschehen, sollten Sturmholz und das bereits 2017 vom Käfer befallene Nadelholz schnellstmöglich aufgearbeitet werden.   Ab sofort bis etwa Ende September müssen potentiell gefährdete Bestände im ein- bis zweiwöchigen Turnus intensiv auf Befall kontrolliert werden. Dabei ist besonderes Augenmerk auf vorjährige Befallsorte, südexponierte Lagen und durch Sturm geschädigte Bestände zu richten. Frischer Stehendbefall zeigt sich durch braunes Bohrmehl sowie verstärkten Harzfluss. Kennzeichen, wie abfallende Rinde bei noch grüner Krone, Specht-Einschläge, rötliche Verfärbungen der Krone oder massiver Verlust noch grüner Nadeln weisen darauf hin, dass das Brutgeschäft der Käfer schon weit vorangeschritten ist.   Bei aktuellem Befall muss das Holz innerhalb von zwei bis maximal fünf Wochen aus dem Wald abtransportiert oder durch Entrinden, beziehungsweise Hacken, unschädlich gemacht werden. Auch die Zwischenlagerung in einem Nasslager ist eine mögliche Alternative. Insbesondere, wenn der Abtransport nicht zuverlässig und zeitnah garantiert werden kann, kann als letztes Mittel der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gerechtfertigt sein. Dabei müssen alle entsprechenden Auflagen und die Bestimmungen der Zertifizierungen beachtet werden.   Bei Bedarf bieten die Forstbezirke und die zuständigen Revierleiter ihre Unterstützung an.   Aktuelle Informationen zu diesem Thema finden sich im jeweils aktuellen „Borkenkäfer-Newsletter“ auf der Internetseite der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburg unter www.fva-bw.de  

mehr...